17.09.2015, Annacarina Gehm, Kategorie: Duale Ausbildung

„Herzlich Willkommen Ihnen allen, zu Ihrem ersten Tag als Auszubildende.“

Claudia Peters schaut bei ihrer Begrüßung in viele unsichere Gesichter – doch auch sie ist aufgeregt. Heute ist sozusagen auch ihr erster Tag – als neue Ausbilderin. Nervös hält sie sich am Stehpult fest und schaut immer mal wieder unauffällig auf ihren Spickzettel. Als sie ihre Rede mit den Worten „Ich wünsche Ihnen viel Spaß heute.“ beendet, ist sie erleichtert und entdeckt bei einigen sogar ein Lächeln.

Sie ist heute schon besonders früh ins Büro gefahren, um nochmal zu prüfen, ob alles vorbereitet ist. Denn heute erwartet Frau Peters die 15 neuen Auszubildenden und möchte von Beginn an alles richtig machen. Gemeinsam mit ihrer Kollegin sieht sie sich den Begrüßungsraum, die Präsentation und die Unterlagen für die Azubis nochmal an. Es ist alles da. Es kann losgehen. Schon trudeln die ersten ziellos schauenden, jungen Menschen ein.

Welches Gefühl bei der ersten Begegnung überwiegt? „Auf jeden Fall Vorfreude!“ erwidert Frau Peters blitzschnell. „Ich habe schon immer gern neue Menschen kennengelernt und ich weiß noch, wie es mir an meinem ersten Tag als Azubi ging. Ich möchte den Auszubildenden einfach einen guten Start bei uns ermöglichen und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.“

Rückblick

Claudia Peters hat bereits einige Jahre in der Personalabteilung ihrer Firma gearbeitet. Als sich dann die Chance bot, den Job als Ausbilderin zu übernehmen, hat sie nicht lang überlegt und sich sofort beworben. Zu ihrem Glück bekam sie den Zuschlag. Jetzt mussten nur noch die letzten Voraussetzungen erfüllt werden, zu denen auch der „Ausbilderschein“ gehört. Nach kurzer Recherche war ihr klar, dass sie sich zwar einfach zur Prüfung anmelden kann, ein Vorbereitungskurs aber ratsam ist.

Mit der Einladung zur Veranstaltung erhielt sie auch gleich das Anmeldeformular für die Prüfung. Diese gliedert sich in einen schriftlichen und einen mündlichen Teil. Die Termine für die schriftliche Prüfung finden monatlich an festen Tagen statt, die zum praktischen Teil werden im Anschluss vergeben. Der Vorbereitungslehrgang ist nach den sogenannten Handlungsfeldern auf vier Dozenten aufgeteilt – jeder beschäftigt sich mit einem bestimmten Bereich der Berufsausbildung.

„Die Themen sind zudem zeitlich sortiert, man beginnt mit der Planung und den Voraussetzungen, geht über in die Vorbereitung und Einstellung der Azubis, bespricht alles rund um die Durchführung der Ausbildung und endet mit dem Abschluss – das hilft sehr gut beim Lernen.“, so der Eindruck von Claudia Peters. Am Ende wird dann natürlich auch noch über die praktische Prüfung gesprochen und die Unterweisungsprobe geübt, die an diesem Tag vorgeführt werden muss. So war sie nach dem Lehrgang gut gerüstet, um die beiden Prüfungsteile zu bestehen.

Ein paar Wochen nachdem Frau Peters den Kurs besucht hat, gibt sie auch schon eine Kopie ihres Zeugnisses in der Personalabteilung ihrer Firma ab. Nun kann sie sich voll und ganz auf die Vorbereitung für ihre ersten eigenen Auszubildenden konzentrieren.

 „Die Inhalte und praxisnahen Beispiele der Dozenten haben mir auch für die erste Zeit danach sehr geholfen.“

Claudia Peters, Teilnehmerin

Langsam geht der erste Tag des neuen Ausbildungsjahres zu Ende. Es gab viel Programm und die Azubis sind begeistert, aber auch erschöpft. Einzeln verabschiedet Claudia Peters ihre neuen Schützlinge und sinkt danach mit einem zufriedenen Lächeln in ihren Bürostuhl. Das war ein guter Start – so soll es weitergehen!

Unser Weiterbildungsangebot

Unsere Lehrgänge „Ausbildung der Ausbilder“ bereiten Sie auf beide Teile der Ausbildereignungsprüfung vor. Wir bieten diesen Kurs mit zwei verschiedenen Zeitmodellen an, als Tages- oder Abendkurs. Wer von der schriftlichen Prüfung befreit ist – weil beispielsweise ein entsprechender Fachwirt-Abschluss vorliegt – kann sich gezielt nur auf die praktische Prüfung konzentrieren.