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05.11.2020, Christian Hameister, Kategorie: Digital Voraus

Cyber-Angriffe werden immer ausgefeilter

Heute sprechen wir von Digitalisierung, mobilem Arbeiten und der Möglichkeit des Homeoffice. Die Medaille hat jedoch zwei Seiten, denn Cyber-Kriminelle nutzen jede Schwachstelle aus. Warum COVID-19 eine Gefahr für die Sicherheit darstellt, führen uns die Lageberichte von Interpol und des Bundeamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor Augen.

Gunnar Beuth
© Gunnar Beuth

Cybercrime und COVID-19: Interpol warnt eindringlich

Wenn eine Tür sich schließt, öffnet sich eine neue. Dieser Sinnspruch darf grundsätzlich als positiv angesehen werden, wenn man ihn auf die Arbeitswelt und die Möglichkeiten des mobilen Arbeitens bezieht. Gefährlich ist nur der Korridor zwischen den Türen, wie Interpol mit der Covid-19-Analyse beweist.

Die Digitalisierung bietet dem Arbeitnehmer und Arbeitgeber völlig neue Möglichkeiten. Der feste Arbeitsplatz weicht dem mobilen Arbeiten und die neue Flexibilität sorgt für eine neu gewonnene Effizienz. Dass dieser Bereich enorme Gefahren birgt, zeigt eine Studie von Interpol zum Thema Cyber-Kriminalität. Nach dem Bundeamts für Sicherheit in der Informationstechnik hat der Digitalisierungsschub die Angriffsfläche für Cyberkriminelle immens vergrößert.

Malware, Phishing oder Scam! Diese Begriffe klingen wie Zutaten aus einem Agentenfilm, in dem ein Unternehmen unterwandert und von innen zerstört wird. Dass ein solches Szenario jeden Arbeitgeber treffen kann, beweist eine Studie von Interpol, die den Zusammenhang zwischen Covid-19 und Cybercrime beleuchtet.

Cyber-Sicherheit gefährdet: Interpol-Studie erschreckt

Kriminalität gibt es seit Anbeginn der Menschheit, Gut und Böse bekämpfen sich auf nahezu jedem vorstellbaren Szenario. Dabei fällt es der bösen Seite zu, sich stetig weiterentwickeln zu müssen, um erfolgreich sein zu können. Unter dieser Prämisse ist es leicht zu verstehen, dass Covid-19 ein Paradies für Kriminelle ist.

Die kriminellen Machenschaften bauen vornehmlich auf leichtgläubige, naive sowie sorglose Menschen. Während gerade ältere Mitbürger*innen das Ziel des bekannten Enkeltricks sind, zielen Cyber-Kriminelle auf Angestellte, die in größeren Unternehmen arbeiten.

Sind wir ehrlich, wann hatten Sie die letzte Unterweisung in Cybercrime? Unternehmen bauen auf den gesunden Menschenverstand und das ist ein Problem. Denn woher sollen die Angestellten die Tricks der Verbrecher kennen, die sich stetig weiterentwickeln, um gerade diese Zielgruppe austricksen zu können?

Die Bandbreite der Attacken ist vielfältig. Wir sprechen hier von Phishing, infizierten Webseiten, Viren, Trojanern oder auch allgemeiner Spyware. Die Begriffe haben Sie vielleicht schon gehört, aber was gilt es zu tun, um solche Angriffe abzuwehren oder überhaupt erst zu erkennen?

Die Internationale kriminalpolizeiliche Organisation Interpol zeigt in einer aktuellen Studie, wie und ob Covid-19 für einen signifikanten Anstieg der Cyber-Aktivitäten sorgt und mit welchen Mitteln die Kriminellen versuchen, sich Zugang zu den Daten der Unternehmen zu verschaffen.

Unternehmen digital verwundbarer geworden

Laut Interpol sind die Aktivitäten massiv angestiegen und innerhalb der ersten fünf Monate des Jahres 2020 konnten bei Partnerunternehmen eine Million Spam-Nachrichten sowie 48.000 gefakte Websites entdeckt werden. Über 60 Prozent der befragten Unternehmen meldeten einen massiven Anstieg der Attacken.

Die Auswertung dieser Daten sind Teil unseres Seminars Cyber-Sicherheit, in dem wir Sie zu einem Experten in allen Fragen rund um dieses Thema ausbilden werden. Dabei starten wir bei den absoluten Grundlagen, die dennoch enorm wichtig sind, um die Taktiken der Cyber-Kriminellen zu verstehen.

Sie werden lernen, wie ein Unternehmens-Netzwerk aufgebaut ist und wie es im Detail funktioniert. Wir bringen Ihnen bei, wie eine Firewall funktioniert und der Datenverkehr im WLAN aufgebaut ist. Dazu bekommen Sie ein tiefes Verständnis davon, was DDoS-Attacken oder Man-in-the-Middle Spoofing ist.

Verständnis ist ungemein wichtig, um zu begreifen, wo die Angriffspunkte in einem Netzwerk liegen und welche Methoden angewendet werden, um Mitarbeiter eines Unternehmens ködern zu können. Wie Interpol weiter berichtet, werden aktuell die Ängste der Menschen ausgenutzt, um an das Ziel zu gelangen.

Wie Sie sich vorstellen können, steigt demnach die Suchanfrage nach Corona. Hier nutzen die Cyber-Kriminellen die Nachfrage aus, um auf der einen Seite ganze Webseiten zu klonen, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Hier wird Schadsoftware verstecket und angeboten.

Achten Sie auf der anderen Seite darauf, wie viele E-Mail sich in ihrem Postfach befinden, die in der Betreffzeile das Wort Corona verwenden. Zumeist dürfte es sich um Phishing-Mail handeln, die darauf anzielen, Sie zu einem Klick auf einen Link zu bewegen und das Tor ins Netzwerk damit zu öffnen.

In unserem Kurs „Cyber-Sicherheit – Schützen Sie Ihr Unternehmen vor Internetkriminalität/Cybercrime“ geben wir Ihnen zum Beispiel Anweisungen, wie Sie E-Mail-Systeme schützen und schädliche Anfragen erkennen können. Einmal erkannt, müssen diese schädlichen Programme dann beseitigt werden. Diesen Punkt werden wir in unserem Kurs ebenfalls behandeln.

Grundsätzlich gilt, dass Prävention der wichtigste Baustein ist, um Ihr Unternehmen zu schützen. Potentielle Fehlerquellen transparent machen und Angriffe im Vorfeld abzuwehren, sind effektive Mittel, um nicht reingelegt zu werden. Neben der Prävention geht es darum, den Angreifer zu verstehen und geeignete Maßnahmen zu treffen.

Der beste Zeitpunkt, um Ihre Kenntnisse zu vertiefen, ist schon vorbei. Interpol berichtet, dass die Attacken der Cyberkriminellen in einem beängstigenden Tempo steigen. Sie müssen proaktiv handeln, denn sind die Kriminellen in Ihren Netzwerken, ist es zu spät.

Der Verlust von Daten kann ein Unternehmen Jahre zurückwerfen oder der Konkurrenz einen Vorsprung geben. Zudem kostet es neben Zeit eine Stange Geld, um die Schäden zu beheben. Damit es nicht so weit kommt, geben wir Ihnen das Handwerkszeug mit, um Cyber-Sicherheit in ihre DNA zu übernehmen.

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INTERPOL Analysebericht CYBERCRIME

interpol.int

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Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland

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